Feinsinnig, körperorientiert und systemisch

Traumatische Erfahrungen wirken nicht nur im Denken.
Sie prägen unser ganzes System - unseren Körper, unser Nervensystem und unser inneres Erleben.

Vielleicht kennen Sie das Gefühl, innerlich angespannt zu sein, obwohl "eigentlich alles in Ordnung ist".
Oder dass bestimmte Reaktionen plötzlich sehr stark werden- ohne dass Sie genau verstehen, warum.

Das ist keine Schwäche.
Es ist eine sinnvolle Reaktion Ihres Systems.

"Klopfen mit dem System"


Körper- und 

Nervensystem in der Traumatherapie


"Das geht mir unter die Haut"  


Manchmal sitzt der Schock nicht nur im Kopf, sondern geht tief bis unter unsere Haut.
Unser größtes Sinnesorgan - die Haut- ist eng mit unserem Nervensystem verbunden. Über sie können wir nicht nur Stress wahrnehmen, sondern auch regulieren. 
Der traumatherapeutische Ansatz des Klopfprozederes (basierend auf PEP®) meiner Lehrtherapeutin für Systemische Traumatherapie, Dipl. Psych. Anke Nottelmann, setzt genau hier an: Das Klopfen verbindet Belastendes mit körperlicher Selbstberuhigung- und ermöglicht so Veränderung, die tiefer geht als Worte allein.


"Meine Erfahrung ist, dass die motorische Handlung, also das Klopfen der Punkte, der Klientin viel Kontrolle ermöglicht. Das Klopfen bringt nicht nur die belastenden Emotionen in den Transformationsprozess, sondern bewirkt auch, dass die Klientinnen wirklich körperlich anwesend bleiben, als würden Sie sich in die Gegenwärtigkeit, in das achtsame Gewahrsein hineinklopfen. Diese Form von haptischer Stimulation in Form von Gesichtsberührungen nutzen auch schon Säuglinge zur Beruhigung. (Grunwald, Weiss, Mueller u. Rall, 2014; Grundwald, 2017)"


Zitiert nach Anke Nottelmann: Potentialorientierte Traumatherapie mit PEP - Mit "Klopfen mit dem System" komplexe Prozesse leicht gestalten, Vandenhoeck und Ruprecht, S. 238, 2025


  

Was Trauma im Nervensystem bewirkt

Kennen wir das nicht alle manchmal?

Mir schwirrt der Kopf
Mir bricht es das Herz
Mir schnürt es die Brust zu
Ich habe ein Engegefühl in der Brust
Mir bleibt die Luft weg
Ich stehe unter Strom
Mir schlägt das auf den Magen
Ich habe ein flaues Gefühl im Bauch
Das liegt mir schwer im Magen
Da kommt mir die Galle hoch
Das sitzt mir in den Knochen
Ich bin wie gelähmt
Es fühlt sich wie eine Last auf den Schultern an
Mir sitzt etwas im Nacken
Ich fühle mich wie taub
Ich fühle mich wie erstarrt oder wie eingefroren

Nach belastenden Erfahrungen, die das Nervensystem überfordert hat, bleibt es oft in erhöhter Alarmbereitschaft. Es reagiert schneller, intensiver- und manchmal auch scheinbar "grundlos".

Typische Folgen können sein:

  • innere Unruhe oder Angst
  • Erschöpfung
  • Überforderung oder Rückzug
  • starke emotionale Schwankungen
  • körperliche Symptome ohne klare Ursache
  • das Gefühl "nicht mehr richtig da zu sein"


Ihr System versucht dabei nicht, Ihnen das Leben schwer zu machen. 
Es versucht, Sie zu schützen.

Körper, Nervensystem und innere Sicherheit

Unser Erleben entsteht nicht nur im Kopf. Es entsteht im Zusammenspiel von Körper, Nervensystem und innerem Erleben.

Ein wichtiger Teil unseres Nervensystems - der sogenannte ventrale Vagus- unterstützt Zustände von Ruhe, Verbindung und innerer Stabilität.

Der große Vagusnerv (10. Hirnnerv) verbindet Ihr Gehirn mit weiteren wichtigen Körperregionen- er entspringt dem Hirnstamm, zieht durch den Hals entlang der Halswirbelsäule und verläuft weiter durch den Brustraum (Herz, Lunge) und geht bis in den Bauchraum (Magen, Darm, Leber). Über diese enge Verschaltung verbindet er körperliche Zustände direkt mit emotionalem Erleben.

Ein neuer Zugang zu innerer Sicherheit

Wenn der Körper Alarm meldet, reagiert nicht nur der Körper - auch innere Anteile werden aktiv, die versuchen, Sicherheit wieder herzustellen:

  • durch Kontrolle
  • durch Grübeln
  • durch erhöhte Wachsamkeit


Diese Reaktionen sind keine Schwäche. Sie sind Ausdruck eines Systems, das gerade versucht Sie zu schützen.

Ich verbinde Systemische Therapie mit körperorientierten Ansätzen.
Wir sind mehr als unser Verstand.
Wir sind ein lebendiges System aus Körper, Nervensystem, inneren Anteilen und Beziehungserfahrungen.

Nachhaltige Veränderung entsteht nicht allein durch Verstehen- sondern, wenn unser Nervensystem die Erfahrung von Sicherheit macht.

Ziel der Traumatherapie ist es nicht, etwas "wegzumachen". Sondern Ihrem System zu helfen, wieder mehr Sicherheit zu erleben.

Über achtsame Wahrnehmung, sanfte körperliche Zugänge und den Kontakt zu inneren Anteilen kann Ihr Nervensystem Schritt für Schritt lernen:

  • sich zu regulieren
  • Spannung abzubauen
  • und wieder mehr Stabilität zu entwickeln


Nicht über Druck.
Sondern über Erfahrung.
In Ihrem Tempo.